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Die Kindheit


Anton Günthers Geburtshaus Am 5.Juni 1876 wurde dem Stickmeister und Musterzeichner Johann Günther(Toler-Hans,weil er aus Joachimsthal-Thol kam)und seiner Frau Elisabeth geb. Lorenz in Gottesgab (Boží Dar) ein zweiter Sohn geboren, Anton Günther.
Entbehrungen zeichneten die Kindheit des Jungen, denn der Lohn des Vaters sowie die Ausbeute der kleinen Landwirtschaft blieben hier oben auf dem Kamm des Erzgebirges gering. Doch die Kinderzahl wuchs, (10, von denen 7 am Leben blieben).So verdiente sich der musikalische Vater noch ein paar Groschen, indem er am Sonntag den jungen Leuten aus Gottesgab und Oberwiesenthal im Grenzwirtshaus "Neues Haus" zum Tanz aufspielte. Der kleine Anton begleitete den Vater oft und wurde somit frühzeitig ans Musizieren herangeführt. Bald konnte er selbst leichte Weisen nach dem Gehör spielen. Er erzählt später:

"Ich habe weder studiert, noch Musik erlernt, bloß....beim alten Süß Julius und später beim Vetter Traugott habe ich die Noten und etwas Geige spielen gelernt"
Ziegen hüten, Holz aus dem Wald schleppen, Pilze und Beeren sammeln machte ihm schon als Kind jedes Fleckchen seiner Heimat vertraut.
Eine herzliche Beziehung hatte Anton Günther zu seinem Großmütterle (Anna Günther, geb. Hell), besonders nachdem er als 12-jähriger die Mutter verlor. In dieser Zeit wuchs der Vorsatz in ihm, später Vater und Geschwister so gut wie möglich zu unterstützen. Der Vater fand eine neue Frau, Franziska verw.Süß. Sie wurde den Kindern eine herzensgute Mutter. Anton Günther besuchte die Bürgerschule in St.Joachimsthal. Täglich musste er zweimal auf einem Fußmarsch von ca. 5 km einen Höhenunterschied von 400 Metern überwinden.